(Projekt Caniron - Band 2)
(256 Seiten, Taschenbuch, Elf und Adler Verlag, ISBN 3-929500-01-9,
8+80++)
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Elf und Adler Verlag
Herde-Tschirpke-GbR
Ceciliengärten 33
12159 Berlin
Die Asen haben Probleme:
Terroristen bedrohen Asgard; ein Bombenleger sorgt für die eine
oder andere Explosion und seine Kumpane für viel Aufregung.
(Eine kurze Vorgeschichte - naja, eher eine Vorbemerkung - hierzu,
die etwa zu Zeiten der Planetenerkundung spielt und in diesem Roman
zur Vollendung kommt, findet sich in Band 1.) Da die Sondergruppe
für Sicherheitsfragen in Asgard (SGSA) alle Hände voll zu
tun hat, soll die Besatzung des COLONEL die Dinge wieder einrenken.
Sofort macht man sich eifrig an die neue Aufgabe. Es werden sogar ein
paar ganz besondere Schwerter verteilt, die von der
COLONEL-Mannschaft unterschiedlich betrachtet und teils mit
gemischten Gefühlen entgegengenommen werden.
Während man versucht, die Terroristen ausfindig (und später
unschädlich) zu machen, findet der Elf Nig noch jemand ganz
anderen, nämlich seine Kusine Gwen - versklavt, aber
glücklicherweise noch am Leben. Der Versuch, sie zu befreien,
verläuft allerdings nicht ganz so reibungslos wie geplant. Und
auch bei der Verfolgung der Terrorgruppe um Nilats R’orrett (von dem
drei leicht unterschiedliche Schreibweisen in der [am Ende von
Band 1 befindlichen] Vorschau, dem Klappentext von Band 2
und dem Roman selbst existieren...) und Jenemohg Noigiler geht nicht
alles hundertprozentig nach Plan vonstatten.
Dieser Roman hat mir sehr gut gefallen, aber ich kann beim besten
Willen nicht genauer erklären, warum. Liegt es daran, daß
von den im ersten Band begonnenen Handlungsfäden immer noch
welche offen sind? Oder ist es der Stil? Die
langweilig-ermüdenden Passagen sind jedenfalls viel seltener
geworden und stören nicht mehr allzusehr. Möglicherweise
ist aber auch der Elf Nig einer der Gründe, denn er ist mein
erklärter Liebling und der am besten ausgearbeitete Charakter.
[Wollte ich boshaft werden, könnte ich jetzt behaupten, er ist
der einzige gut ausgearbeitete Charakter überhaupt - ähm...
>:-)))]. Und latürnich geht es in diesem Roman ziemlich oft
um ihn. :-)))
Bezeichnend finde ich u. a. die Namen der Bösewichter, in
denen man nach geringfügigem Umstellen und/oder Buchstaben
weglassen die Namen von Schurken erkennt, die es tatsächlich mal
gegeben hat. (Allerdings, wie ich dazusagen muß, nicht in der
Zeit, in der diese Romanreihe spielt. Das hatte ich im ersten Band
noch gar nicht so direkt bemerkt, auch als ich las, daß die
Sklaverei noch nicht abgeschafft war bzw. als die Germanen
erwähnt wurden.) Da die Asen allesamt Atheisten sind, wurde hier
sogar die Religion zum Schuft gemacht. Und auch ein Bandenführer
kommt vor... ;-)
Ich habe ziemlich viele Schreibfehler gefunden (Woran würdet Ihr
zum Beispiel bei dem Wort ‘Nachnahme’ denken? Richtig, sehr
wahrscheinlich an die Gelbe Pest - äh, Deutsche Post, aber
eigentlich war ‘das Wort ohne H’ gemeint - der Fehler kam im ersten
Band übrigens auch schon vor, glaube ich.), aber von der Logik
her sind mir keine allzu groben Klöpse aufgefallen, wenn man
davon absieht, daß die SGSA angeblich alle Hände voll zu
tun hat - mit diesem Fall? (Ich meine, sowas würde irgendwo
beiläufig erwähnt, obwohl vorher gesagt wurde, WEIL man
dort alle Hände voll zu tun habe, könne man sich eben NICHT
auch noch um diesen Fall kümmern... hmmmm...) Ich frage mich
aber auch, weshalb dann ausgerechnet die COLONEL-Besatzung
einspringen soll. Die ehemalige Planetenerkundungstruppe ist jetzt
also zu einer Art Antiterror-Spezialeinheit mutiert? Wie es zu diesem
Wechsel kam, ist mir noch schleierhaft. Gibt es keine normale
Polizei, deren Aufgabe für gewöhnlich die Verbrecherjagd
wäre? Oder gibt es dafür nicht genug Verbrecher (oder nicht
genug normale Polizei...?)? Und dann diese Sondergruppe für
Sicherheitsfragen in Asgard. Das hört sich jetzt bestimmt nach
rein bösartiger Meckerei an, aber für mich hat das so einen
Stasi-Beigeschmack. Zufall? Und direkt die nächste Speku: Wer
weiß, was da noch so alles draus wird...
Auch werden anscheinend wieder neue Handlungsstränge begonnen,
ohne daß bereits alle ‘alten’ Mysterien vollständig
gelöst worden wären.
Wurde im ersten Teil ab und an viel zu genau beschrieben, was
passierte, so scheint mir hier die eine oder andere winzige
Detailerklärung zu fehlen. Jedenfalls habe ich häufig
zurückblättern und einige Stellen mehrfach lesen
müssen. Auch der erste Band mußte da teils noch
herhalten.
Die Sache mit den Schwertern finde ich irgendwie ein kleines
bißchen daneben [das Schicksal meinte es auch nicht allzugut
mit den Teilen... >:-)))], und manchmal ‘fehlte’ mir Ted Aragorn -
im wahrsten Sinne des Wortes. Und manchmal ist er auch nicht ganz er
selbst. ;-))) Zumindest hatte ich so ziemlich diesen Eindruck.
Hoffentlich kommt mit diesem alten Buch noch was nach. Ach ja, eins
noch: Wie Nig und Arnwina nach ihrem ersten Verschwinden wieder so
nach und nach aufgestöbert werden, halte ich für
äußerst stark konstruiert. So ein Zufall aber auch...
;-))) Wieso nur gibt sich der sonst so logikorientierte Elf Nig mit
so was Gefühlsduseligem wie ‘A liebt B’-Wandkritzeleien ab?
:-)
Auf ein paar weitere Dinge, die mich geringfügig störten,
gehe ich jetzt einfach nicht mehr näher ein. Ich habe sowieso
schon vielzuviel geschrieben - mehr, als ich eigentlich wollte. Lest
also selbst und bildet Euch eine eigene Meinung. Vielleicht habe ich
ja auch nur wieder einiges falsch verstanden.
Im ersten Buch wurde übrigens eine geradezu winzige Schrift
benutzt. Prädikat: Bei starkem Konsum augenschädlich. Die
in Band 2 verwendete Schrift scheint mindestens um die
Hälfte größer zu sein (!!!), wodurch das Buch
bei sicherlich nicht viel mehr Inhalt (ich habs nicht nachgerechnet)
um einiges dicker wird. Aber es ist um einiges einfacher zu lesen.
Ich habe diesen Roman an einem Stück durchgelesen - ich glaube,
ich war hiermit schneller fertig als mit Band 1.
Fazit:
Tja, wie bereits gesagt - ich komme von dieser Reihe schon jetzt
nicht mehr los, wenn auch Band 1 bei mir noch zwiespältige
Gefühle weckte, die immer noch nicht so ganz vergangen sind.
[Ich kann manchmal ganz furchtbar nachtragend sein. >;-)))] Es
gefällt mir immer besser, und ich bin gespannt wie eine
Bogensehne, womit es weitergeht. In diesem Roman habe ich sogar
mehrere Sachen gefunden, die ich witzig fand. ;-) Bei Band 1
blieb es da mehr beim Versuch. Teilweise ist der Stil zwar noch immer
ein wenig holprig, und ab und zu verwendet der Elf Nig geradezu
monströse, haarsträubende Wortschöpfungen - aber das
Ganze liest sich meiner Meinung nach schon viel gefälliger.
Leider muß ich auf den dritten Teil jetzt noch eine Weile
warten.
Meine Wertung, die ich mich inzwischen auszusprechen getraue, lautet
also: Die Reihe scheint immer empfehlenswerter zu werden - wenn auch
vielleicht nicht gerade für unverbesserliche Nitpickers wie
Ritchie und mich, öhm... ;-)
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Ein Jahr nach der Landung der Flotte der
Überlebenden der Skorpkriege und der Gründung
eines neuen Staates namens Asgard häufen sich die
Probleme. Eine Verbrecherbande bedroht den jungen Staat und
auch die benachbarte Welt Midgard. Die bewährte
Mannschaft des COLONEL wird beauftragt, diese Bedrohung von
Asgard abzuwenden. |